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Gedanken haben Frequenzen: Mythos oder Wirklichkeit? Auf der Suche nach der Wahrheit

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Inhaltsverzeichnis
Gedanken & Frequenzen in Kopf eines Menschen

Obwohl es wie Science Fiction klingt, gibt es Theorien, die behaupten: Gedanken haben Frequenzen, die eine einzigartige energetische Signatur darstellen.

Ein Großteil dieser Theorien basiert auf Parapsychologie, Quantenmechanik und esoterischen Prinzipien.

Könnte es aber sein, dass unser Gehirn als Sender und Empfänger von Frequenzen fungiert?

Ob Gedanken Frequenzen haben, ist eine Frage, die zweifellos zu kontroversen Diskussionen führen kann.

Wir werfen deshalb einen genaueren Blick auf die wissenschaftliche, quantenphysikalische und spirituelle Erklärung hinter diesem rätselhaften Phänomen.

Können Gedanken Frequenzen haben?

Jeder einzelne Gedanke, jedes Gefühl und jede Handlung, die wir ausführen, wird durch elektrische Signale und Impulse im Gehirn gesteuert. Diese elektrische Aktivität entsteht durch das Zusammenspiel von Neuronen und den Neuaufbau von Synapsen. 

Die elektrischen Impulse wiederum erzeugen elektromagnetische Wellen mit bestimmten Frequenzen. Diese Wellen lassen sich mit modernen Techniken und Instrumenten messen, mit denen man auch die Frequenzen bestimmen kann.

Wenn wir die unterschiedlichen Frequenzen messen und analysieren, können wir Informationen über den Umfang und die Art unserer Gedanken gewinnen.

Sind Gedanken messbar?

Gedanken selbst können nicht direkt gemessen werden, wie z.B. die Größe eines Objekts oder die Temperatur. Stattdessen können wir indirekte Messungen der Gehirnaktivität und des Verhaltens verwenden, um auf Gedanken und kognitive Prozesse zu schließen.

Die Frequenzbereiche in unserem Gehirn sind eine Art „Sprache“ des Gehirns, die Botschaften zwischen verschiedenen Hirnbereichen übermittelt.

Die technische Erfassung und Aufzeichnung von Gedanken 

Zur Messung von Gedanken und kognitiven Prozessen werden verschiedene Methoden und Technologien eingesetzt, u.a:

  • Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT): Diese Technik macht es möglich, die Aktivität bestimmter Gehirnregionen zu messen, indem sie Veränderungen des Blutflusses im Gehirn aufzeichnet. Mit fMRI kann man sehen, welche Bereiche des Gehirns aktiv sind, wenn eine Person eine bestimmte Aufgabe ausführt oder über etwas nachdenkt.

  • Elektroenzephalografie (EEG): EEG misst die elektrische Aktivität des Gehirns mit Hilfe von Elektroden, die auf der Kopfhaut platziert werden. Es kann Veränderungen der Gehirnaktivität im Zusammenhang mit verschiedenen Denkprozessen und kognitiven Zuständen erfassen. Durch diese Aufzeichnungen können Forscher Muster und Frequenzbereiche erkennen, die mit bestimmten Arten von Gedanken korrelieren könnten.

  • Magnetenzephalografie (MEG): Ähnlich wie das EEG misst das MEG die magnetische Aktivität des Gehirns. Sie kann auch Informationen über die räumliche Verteilung der Gehirnaktivität liefern.

  • Glashirn-Technologie: Diese Technologie kombiniert Aufnahmen und Scans des Gehirns mit virtueller Realität, um in Echtzeit durch das menschliche Gehirn zu reisen und seine Aktivitäten zu visualisieren.

Wie hängen Gedanken und Gehirnwellen zusammen?

Frequenzen der Gehirnwellen

Gehirnwellen sind rhythmische elektrische Impulse, die durch die Aktivität von Neuronen im Gehirn erzeugt werden. Wie bereits erwähnt, können diese Wellen mithilfe von Geräten wie dem Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen werden.

Die Frequenzen im Gehirn sind von großer Bedeutung, da sie verschiedene mentale Zustände und kognitive Prozesse widerspiegeln. Diese Frequenzen werden in Hertz (Hz) gemessen und geben die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an. Unterschiedliche Gehirnwellenfrequenzen werden mit unterschiedlichen Bewusstseinszuständen und kognitiven Prozessen in Verbindung gebracht.

Gedanken können gleichzeitig in verschiedenen Gehirnwellenfrequenzen auftreten. Das Phänomen, bei dem ein Mensch zwischen verschiedenen Arten von Gedanken oder Bewusstseinszuständen wechselt, die sich in Intensität, Fokus oder emotionaler Beteiligung unterscheiden können, wird als Frequenzgleiten bezeichnet.

Frequenzgleiten (FS) bei verschiedenen Gedankentypen
Frequenzgleiten (FS) bei verschiedenen Gedankentypen, Bildquelle: Hua, et al

Es gibt verschiedene Arten von Gehirnwellen, von denen jede ihre eigene Frequenz und ihren damit verbundenen Bewusstseinszustand hat. Die wichtigsten Frequenzen der Gehirnwellen sind:

  • 1. Beta-Wellen (13-30 Hz)

    Beta-Wellen treten auf, wenn unser Gehirn in einem aktiven, wachen Zustand ist. Sie sind mit kognitiven Prozessen wie Lernen, Denken und Problemlösen verbunden.

  • 2. Alpha-Wellen (8-12 Hz)

    Alpha-Wellen werden mit einem entspannten und wachen Geisteszustand assoziiert. Wenn wir entspannt sind, etwa während einer kurzen Meditation oder beim Tagträumen, treten vermehrt Alpha-Wellen im Gehirn auf.

  • 3. Theta-Wellen (4-7 Hz)

    Theta-Wellen sind charakteristisch für tiefe Entspannung, kreative Zustände und leichte Schlafphasen.

  • 4. Delta-Wellen (0,5-4 Hz)

    Delta-Wellen sind die langsamsten Gehirnwellen und werden vor allem im Tiefschlaf beobachtet. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Erholung und Regeneration des Körpers.

  • 5. Gamma-Wellen (über 30 Hz)

    Gamma-Wellen sind hochfrequente Schwingungen. Sie treten bei kognitiven Prozessen wie Lernen, Gedächtnisbildung und Bewusstseinserweiterung auf, die komplexe Informationen verarbeiten.

GehirnwellenFrequenzenBereiche
Beta-Wellen13 Hz bis 30 HzAktive geistige Aktivität, Denken, Problemlösen, Konzentration
Alpha-Wellen8 Hz bis 12 HzEntspannung, Ruhe, Meditation, Tagträume
Theta-Wellen4 Hz bis 7 HzTiefenentspannung, Kreativität, Meditation, Schlaf und Träumen
Delta-Wellen0,5 Hz bis 4 HzTiefschlaf, Bewusstlosigkeit, Regeneration
Gamma-WellenÜber 30 HzKognitive Prozesse, Lernen, Gedächtnisbildung, Bewusstsein

Zusammenhang zwischen Gedanken und Gehirnwellen

Obwohl Gedanken nicht direkt in Form von Frequenzen messbar sind, wird angenommen, dass sie mit verschiedenen Frequenzen der Gehirnwellen verbunden sind.

  • Beta-Wellen werden mit aktivem, analytischem Denken und Problemlösen in Verbindung gebracht.

  • Alpha-Wellen werden mit einem entspannten und ruhigen Geisteszustand assoziiert, der häufig bei kreativen Gedanken oder Tagträumen auftritt.

  • Theta-Wellen werden häufig mit einem tief entspannten und meditativen Zustand verbunden, in dem die Gedanken eher introspektiv und kreativ sind.

  • Delta-Wellen werden mit Tiefschlaf und Bewusstlosigkeit in Verbindung gebracht, in denen Gedanken im Allgemeinen nicht bewusst erlebt werden.

  • Gamma-Wellen werden mit komplexen kognitiven Prozessen wie Lernen, Gedächtnisbildung und Bewusstseinserweiterung assoziiert. Sie treten typischerweise bei anspruchsvollen geistigen Aufgaben oder intensiver Konzentration auf.

Die Frequenzen der Gehirnwellen liefern wertvolle Informationen über unseren mentalen Zustand, unsere Emotionen und unsere kognitive Leistungsfähigkeit.

Wenn wir die Dynamik der Gedanken und die Rolle der Frequenzen verstehen, können wir einen tieferen Einblick in die Komplexität unseres Denkens und neue Erkenntnisse über das menschliche Bewusstsein gewinnen.

Wie das Gehirn Informationen verarbeitet

Unser Gehirn ist ein komplexes Organ, das sowohl elektrische als auch chemische Prozesse nutzt, um Informationen zu verarbeiten.

Elektrische Signale ermöglichen die schnelle Übertragung von Informationen zwischen den Nervenzellen, während chemische Prozesse für die Speicherung und den Abruf von Informationen verantwortlich sind. Aus der Kombination dieser beiden Aspekte entstehen unsere Sinneseindrücke, Erinnerungen und Gedanken.

Gedanken und Frequenzen im Gehirn
Meta-Zustandsübergänge im Gehirn zeigen, wie sich Gedanken in verschiedenen Situationen verändern, und decken das mentale Rauschen auf, das mit dem Merkmal Neurotizismus verbunden ist.
Bildquelle: Poppenk, et al

Jedes Gehirn ist einzigartig und wird durch individuelle Erfahrungen und Erinnerungen geprägt. Nur im Kontext unseren Erfahrungen können wir die Bedeutung und Relevanz der elektrischen Signale in unserem Gehirn verstehen. Dies erklärt, warum verschiedene Menschen auf ähnliche Situationen oft unterschiedlich reagieren.

Die verborgene Aura des Gehirns

Das Gehirn ist nicht nur ein Organ, das elektrische Aktivität erzeugt, es besitzt auch eine Aura, ein energetisches Feld. Diese Aura entsteht durch die elektrischen Signale und Ionen, die ständig im Gehirn zirkulieren. Obwohl es sehr schwach ist, kann es mit Hilfe des EEG verstärkt und gemessen werden.

Wie beeinflussen unterschiedliche Frequenzen der Gedanken das menschliche Verhalten?

Unterschiedliche Frequenzmuster im Gehirn können verschiedene mentale Zustände beeinflussen. Unsere Gedanken und Gefühle erzeugen elektrische Signale, welche als Gehirnfrequenzen gemessen werden können. Diese Frequenzmuster haben Auswirkungen auf unser Verhalten und unser Wohlbefinden.

Niedrige Frequenzbereiche können zu Entspannung oder Meditation führen. Wenn wir uns in einem entspannten Zustand befinden, zeigen unsere Gehirnfrequenzen oft eine langsame Aktivität im Bereich der sogenannten Delta- oder Theta-Wellen. Dieser Zustand kann mit Tiefschlaf oder Tiefenentspannung verglichen werden. Menschen, die regelmäßig meditieren, erreichen oft niedrigere Frequenzbereiche und profitieren von den positiven Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit.

Höhere Frequenzbereiche können dagegen mit Konzentration, Kreativität oder Stress verbunden sein. Wenn wir uns stark konzentrieren müssen, steigt unsere Gehirnaktivität an und zeigt höhere Frequenzbereiche wie Alpha- oder Beta-Wellen. Diese erhöhte Hirnaktivität ermöglicht es uns, konzentriert zu bleiben und Aufgaben effektiv zu bewältigen. Allerdings kann ein übermäßiger Anstieg der Gehirnfrequenz auch mit Stress verbunden sein, der sich negativ auf unser Wohlbefinden auswirken kann.

Ist eine Beeinflussung der Gedanken durch Neurotechnologien, z.B. durch Elektrosmog oder Radiowellen, möglich?

Bisher gibt es keine wissenschaftlich nachgewiesene Methode, Gedanken mit Radiowellen oder Elektrosmog direkt zu beeinflussen oder aufzuzeichnen.

Die Möglichkeit, Gedanken mit neurologischen Techniken zu messen und aufzuzeichnen, besteht tatsächlich.

In der medizinischen Forschung und bei neurologischen Untersuchungen können Techniken wie das Elektroenzephalogramm (EEG) eingesetzt werden, um die elektrische Aktivität des Gehirns zu erfassen. Solche Techniken können jedoch nur grobe Informationen über die Gehirnaktivität liefern und erlauben keine direkte Aufzeichnung konkreter Gedankeninhalte.

Gedanken & Frequenzen in Kopf eines Menschen
Meta-Zustandsübergänge im Gehirn zeigen, wie sich Gedanken in verschiedenen Situationen verändern, und decken das mentale Rauschen auf, das mit dem Merkmal Neurotizismus verbunden ist.
Bildquelle: Poppenk, et al

Stellen wir uns folgendes Beispiel vor: Wenn wir zu Hause den Herd anschalten, wissen unsere Nachbarn dann, was wir zum Abendessen kochen?

Ähnlich verhält es sich mit der Technologie der Gedankenerkennung. Selbst wenn man bestimmte Aktivitäten (wie z.B. das Einschalten des Herdes) erkennen kann, heißt das noch lange nicht, dass man genau weiß, welche Gedanken oder Speisen (im Gehirn) gerade gekocht werden.

Es gibt auch Ansätze in der Forschung zur Brain-Computer-Interface-Technologie (BCI), die versuchen, menschliche Gedanken zu erfassen und in Steuersignale für Maschinen zu übersetzen. Diese Technologie befindet sich jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ist weit davon entfernt, Gedanken in ihrer ganzen Komplexität zu verstehen oder zu beeinflussen.

Gedanken und Frequenzen: Eine wissenschaftliche Perspektive

In den Neurowissenschaften haben Forscher interessante Entdeckungen gemacht, die darauf hindeuten, dass die Frequenz unserer Gedanken mit unserer Gehirnaktivität in Verbindung stehen könnte.

Ein bemerkenswertes Phänomen ist die Synchronisation von Gehirnwellenmustern bei Menschen, die sich bestimmten Aktivitäten wie Meditation oder konzentriertem Denken widmen. Wenn Menschen in einen Zustand tiefer Konzentration oder Entspannung eintreten, können sich ihre Gehirnwellen synchronisieren, was darauf hindeutet, dass Gedanken eine direkte Verbindung zu unseren neuronalen Prozessen haben.

Interessanterweise haben Untersuchungen nahegelegt, dass verschiedene emotionale Zustände mit bestimmten Gehirnwellenfrequenzen zusammenhängen könnten.

Zum Beispiel könnten Momente tiefer Entspannung und Gelassenheit mit Alpha-Wellen in Verbindung gebracht werden, während Momente erhöhter Konzentration und Fokussierung eher mit Beta-Wellen einhergehen.

Diese Erkenntnisse werfen die Frage auf, ob unsere emotionalen Zustände nicht nur auf der mentalen, sondern auch auf der neurophysiologischen Ebene wahrnehmbar sind und ob wir durch bewusste Kontrolle unserer Gedanken und Emotionen Einfluss auf unsere Gehirnwellenfrequenzen nehmen können.

Haben Gedanken Frequenzen
Meta-Zustandsübergänge im Gehirn zeigen, wie sich Gedanken in verschiedenen Situationen verändern, und decken das mentale Rauschen auf, das mit dem Merkmal Neurotizismus verbunden ist.
Bildquelle: Poppenk, et al

Zu den spannendsten Phänomenen der Gedankenfrequenzen gehört die Idee, dass gezielte Intentionen eine Wirkung auf die äußere Umgebung haben können. In Experimenten haben Menschen ihre Gedanken bewusst auf bestimmte Ziele gerichtet, um beispielsweise das Wachstum von Pflanzen oder das Verhalten von Tieren zu beeinflussen. Die Ergebnisse waren unterschiedlich, aber einige Berichte sprechen von signifikanten Effekten, die die Wissenschaft vor Rätsel stellen und die Grenzen unseres Verständnisses herausfordern.

Ein solches Beispiel ist das „Double-Slit-Experiment“, das in der Quantenphysik durchgeführt wurde. Es zeigte, dass die Art und Weise, wie Beobachter subatomare Teilchen betrachten, deren Verhalten beeinflussen kann. In ähnlicher Weise könnte die bewusste Ausrichtung unserer Gedanken und Intentionen noch unbekannte Auswirkungen auf anderen Ebenen haben.

Haben Gedanken Frequenzen? Die Perspektive der Quantenphysik

In der Quantenphysik gibt es bisher keinen direkten Hinweis darauf, dass Gedanken Frequenzen im herkömmlichen Sinne haben.

Die Idee, dass Gedanken Frequenzen haben könnten, beruht vielmehr auf Analogien zu quantenphysikalischen Konzepten wie der Gedankenverschränkung und der Quantenüberlagerung von Gedanken.

Gedankenverschränkung und Quanteninformation

Gedankenverschränkung bedeutet, dass Gedanken auf einer tiefen, nicht-lokalen Ebene miteinander in Verbindung stehen können. Ähnlich wie bei der Quantenverschränkung könnten Gedanken unabhängig von der Entfernung miteinander verbunden sein.

Bei der Quantenverschränkung sind Teilchen so miteinander verbunden, dass der Zustand eines Teilchens von den Zuständen der anderen Teilchen abhängt. In ähnlicher Weise könnten auch Gedanken in einem Zustand der Verschränkung existieren. Das bedeutet, dass sie miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen können, ohne dass eine offensichtliche Ursache-Wirkungs-Beziehung besteht.

Die Idee der Gedankenverschränkung wirft viele interessante Fragen auf. Könnte es sein, dass durch Gedankenverschränkung eine Art kollektives Bewusstsein entsteht?

Könnte dies erklären, warum Menschen manchmal intuitiv die Gedanken oder Gefühle anderer zu verstehen scheinen, auch ohne direkte Kommunikation?

Wenn Gedanken tatsächlich verschränkt sein können, könnte dies unser Verständnis von Interaktion und Kommunikation grundlegend verändern. Es könnte bedeuten, dass Gedanken nicht nur individuell, sondern auf einer tieferen Ebene miteinander verbunden sind, was zu neuen Möglichkeiten der menschlichen Kommunikation führen könnte.

Die Quantenüberlagerung von Gedanken

In der Quantenphysik können Teilchen in einem Zustand der Überlagerung (Superposition) existieren, in dem sie mehrere mögliche Zustände gleichzeitig einnehmen. Ähnlich können auch Gedanken in solchen Überlagerungszuständen existieren.

Wenn Gedanken in Überlagerungszuständen existieren könnten, würde dies bedeuten, dass sie nicht auf eine einzige Möglichkeit beschränkt sind, sondern gleichzeitig mehrere mögliche Zustände einnehmen können. Dies könnte erklären, wie Kreativität entsteht, wie Entscheidungen getroffen werden und wie innovative Ideen entstehen.

Die Idee der Quantenüberlagerung von Gedanken eröffnet eine neue Perspektive auf das Potenzial des menschlichen Geistes. Sie könnte bedeuten, dass unsere kognitiven Fähigkeiten weitaus vielfältiger und komplexer sind, als wir es uns bisher vorgestellt haben.

Die spirituelle Sicht über Gedanken und Frequenzen

Aus spiritueller Sicht sind Gedankenfrequenzen mehr als nur elektrische Impulse im Gehirn. In der Spiritualität und Esoterik werden sie als universelle Energie betrachtet, die mit dem Gesetz der Resonanz und dem Gesetz der Anziehung in Verbindung steht.

Dieses Konzept beruht auf der Überzeugung, dass alles im Universum aus Energie besteht, auch unsere Gedanken, und dass diese Energie Schwingungen erzeugt, die eine bestimmte Frequenz haben.

Positive Gedanken sollen höhere Frequenzen erzeugen, während negative Gedanken zu niedrigeren Frequenzen führen können. Auf diese Weise können unsere Gedanken und Gefühle mit ähnlichen Energien in Resonanz treten und so unsere Realität beeinflussen.

Gedanken und Frequenzen rund um den Kopf einer Frau
Meta-Zustandsübergänge im Gehirn zeigen, wie sich Gedanken in verschiedenen Situationen verändern, und decken das mentale Rauschen auf, das mit dem Merkmal Neurotizismus verbunden ist.
Bildquelle: Poppenk, et al

Die Ansicht, dass Gedanken Frequenzen haben, hat ihre Wurzeln in verschiedenen philosophischen und spirituellen Traditionen wie der Metaphysik, der Theosophie, der Anthroposophie, dem Daoismus, dem Hinduismus und dem Buddhismus. Diese Lehren betonen oft die Macht des Geistes und die Verbundenheit aller Dinge im Universum.

In der esoterischen Weltanschauung werden Gedanken als Schöpferkraft angesehen, die unsere Realität mitgestalten kann. Dahinter steht die Annahme, dass Energie in Form von Schwingungen das Grundgerüst der Existenz bildet und dass auch unsere Gedanken diese Schwingungen erzeugen.

In der Praxis bedeutet dies, dass man sich seiner Gedanken und Gefühle bewusst sein sollte, da sie eine Energie erzeugen, die sich auf die Lebenserfahrung auswirken kann. Negative Gedankenmuster können zu einem Teufelskreis der Negativität führen. Positive und konstruktive Gedanken hingegen können zu einem erfüllteren Leben beitragen.

In der Gegenwart hat dieses Konzept an Popularität gewonnen, insbesondere mit der Entwicklung von New-Age-, Persönlichkeitsentwicklungs- und Selbsthilfebewegungen, die die Kraft unserer Gedanken nutzen wollen, um ein erfüllteres Leben zu erschaffen.

Wie kann ich die Frequenz meiner Gedanken verändern?

Um die Frequenz deiner Gedanken zu verändern, kannst du verschiedene Methoden wie Meditation, Atemtechniken und mentales Training ausprobieren. Diese Ansätze können deine Gehirnaktivität positiv beeinflussen. Sie können dir helfen, die Schwingung deiner Gedanken auf eine harmonische und beruhigende Frequenz einzustellen, aber auch deine Schwingungsfrequenz zu erhöhen.

Meditation

Meditation ist eine effektive Methode, um die Aktivität der Gehirnwellen zu beeinflussen und die Frequenz der Gedanken zu verändern.

Durch Konzentration der Aufmerksamkeit und Abschalten störender Gedanken kannst du in einen Zustand innerer Ruhe und Gelassenheit eintauchen.

Während der Meditation werden vor allem Theta- und Alpha-Wellen im Gehirn aktiviert, die mit Entspannung, Kreativität und Intuition in Verbindung gebracht werden.

Atemtechniken

Atemtechniken sind eine weitere Möglichkeit, die Frequenzen der Gedanken zu verändern.

Durch bewusstes tiefes Ein- und Ausatmen oder das Einhalten bestimmter Atemmuster kannst du deinen Geist beruhigen und Stress abbauen.

Die richtige Atmung führt zu einem Anstieg der Alpha-Wellen im Gehirn, was mit einem entspannten Bewusstseinszustand einhergeht.

Mentales Training

Mentales Training bedeutet, die eigenen Gedanken gezielt in eine gewünschte Richtung zu lenken.

Mit positiven Affirmationen oder Visualisierungstechniken kannst du die Frequenz deiner Gedanken positiv beeinflussen.

Wenn du dir immer wieder bewusst machst, welche Gedanken du denkst und sie gezielt in eine positive Richtung lenkst, kannst du die Aktivität deiner Gehirnwellen beeinflussen.

Ein letztes Wort

Obwohl es noch keine wissenschaftlichen Beweise für die Annahme gibt, dass Gedanken messbare Frequenzen aussenden, ist es trotzdem wichtig, die Macht und den Einfluss unserer Gedanken auf unsere Gefühle, unser Handeln und unser allgemeines Wohlbefinden zu erkennen. Unsere Gedanken formen unsere Wahrnehmung der Realität und können einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Leben haben. 

Unabhängig davon, ob Gedanken messbare Frequenzen haben oder nicht, ist es unbestreitbar, dass unsere Gedanken eine wichtige Rolle bei der Gestaltung unserer Erfahrungen und der Qualität unseres Lebens spielen. 

Es ist immer von Vorteil, positive und konstruktive Gedanken zu kultivieren, da sie zu einem erfüllteren und sinnvolleren Leben beitragen. Ganz gleich, ob Gedanken Frequenzen haben oder nicht, es kommt darauf an, wie wir die Kraft unserer Gedanken nutzen, um das Leben zu gestalten, das wir uns wünschen.


Referenzen

1. Capilla A, Arana L, García-Huéscar M, Melcón M, Gross J, Campo P. The natural frequencies of the resting human brain: An MEG-based atlas. Neuroimage. 2022 Sep;258:119373. doi: 10.1016/j.neuroimage.2022.119373. Epub 2022 Jun 11. PMID: 35700947.

2. Hua, J., Wolff, A., Zhang, J. et al. Alpha and theta peak frequency track on- and off-thoughts. Commun Biol 5, 209 (2022). https://doi.org/10.1038/s42003-022-03146-w

3. Klimesch W. The frequency architecture of brain and brain body oscillations: an analysis. Eur J Neurosci. 2018 Oct;48(7):2431-2453. doi: 10.1111/ejn.14192. PMID: 30281858; PMCID: PMC6668003.

4. Max-Planck-Gesellschaft (Website), „Gehirn kommuniziert auf verschiedenen Kanälen.“

5. IT WELT (Webseite), „Glashirn“: Mit virtueller Realität reisen in Echtzeit.

6. Science Media Center Germany (Webseite), Brain-Machine-Interfaces – Gehirn und Maschine verknüpft.

7. Lutz, A., Greischar, L. L., Rawlings, N. B., Ricard, M., and Davidson, R. J. (2004). Long-term meditators self-induce high-amplitude gamma synchrony during mental practice. Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 101, 16369–16373. doi: 10.1073/pnas.0407401101

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