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Spirituelles Erwachen: Bedeutung, Phasen und Symptome der inneren Transformation

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Inhaltsverzeichnis
Spirituelles Erwachen in der Antike

Spirituelles Erwachen ist ein Begriff, der heute immer mehr Aufmerksamkeit erhält.

Es kann in jedem Menschen ausgelöst werden, ganz gleich, ob man sich der christlichen Tradition verbunden fühlt, einer anderen Glaubensrichtung oder gar keiner Religion angehört. 

In diesem Artikel nehmen wir das Konzept des spirituellen Erwachens unter die Lupe und untersuchen, wie es uns helfen kann, ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu führen.

Wir gehen der Frage nach, wie die Psychologie und verschiedene spirituelle Traditionen dieses Phänomen erklären und beschreiben. 

Was ist spirituelles Erwachen und wie äußert es sich?

Spirituelles Erwachen ist eine subjektive Erfahrung, die durch ein plötzliches Gefühl des direkten Kontakts, der Vereinigung oder der vollständigen nicht-dualen Verschmelzung (Erfahrung des Einsseins) mit einer als ultimativ wahrgenommenen Realität, sei es das Universum, das kosmische Bewusstsein oder das Göttliche, ausgelöst wird.

Immer mehr Menschen suchen nach einem tieferen Sinn in ihrem Leben und wollen wissen, wer sie wirklich sind und was ihre Berufung ist. 

Als Menschen erleben wir uns oft in erster Linie als körperliche Wesen. Mit der Geburt entdecken wir unseren Körper und seine Fähigkeiten, lernen unseren Namen, unser Alter, unser Geschlecht und beginnen, uns gemäß den Normen unserer Kultur zu definieren. Wir erkennen unsere Interessen und Stärken und streben danach, eine Karriere aufzubauen, um ein normales Erwachsenenleben zu führen.

Doch irgendwann auf unserer Reise werden wir uns bewusst, dass wir viel mehr sind als nur Menschen. So begeben wir uns auf den Weg der spirituellen Suche, einer Suche, die nicht nur Antworten, sondern auch eine spirituelle Transformation mit sich bringt.

„Wir sind nicht Menschen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen.“ – Pierre Teilhard de Chardin

Spirituelles Erwachen ist ein Begriff, der in der Psychologie nicht einheitlich definiert ist. Dies liegt daran, dass Spiritualität ein sehr subjektives Konzept ist und sich von Person zu Person unterscheidet.

Einige Psychologen definieren spirituelles Erwachen als einen Prozess innerer Transformation, in dem eine Person tiefe Einsichten über sich selbst und das Leben gewinnt. Dieser Prozess kann durch verschiedene Erfahrungen ausgelöst werden, z. B. durch Nahtoderfahrungen, spirituelle Praktiken oder intensive Meditation.

Spirituelles Erwachen in der klassischen Psychologie

Spirituelles Erwachen ist ein Phänomen, das die traditionelle Psychologie trotz zahlreicher Berichte aus verschiedenen Kulturen kaum erforscht hat. Oft werden diese spirituellen transformativen Erfahrungen von der medizinischen Gemeinschaft zu Unrecht pathologisiert, da sie sich mit Symptomen überschneiden, die auch bei psychischen Störungen wie bipolaren Störungen und Schizophrenie auftreten können. 

Britische Forscher haben dieses rätselhafte Phänomen untersucht und festgestellt, dass spontanes spirituelles Erwachen zu einer Reihe von positiven langfristigen Ergebnissen führen kann.

Jessica Corneille, Psychologin an der Universität Greenwich im Vereinigten Königreich, wies in einer Studie von 2021 nach, dass spirituelles Erwachen als unabhängige Erfahrung ohne das Vorhandensein einer diagnostizierbaren Störung auftritt.

Die Studie untersuchte die Erfahrungen von 152 Personen, die ein spontanes spirituelles Erwachen erlebt hatten, und kam zu dem Ergebnis, dass diese Erfahrung zu einer Verbesserung der psychischen Gesundheit, der Lebensqualität und der persönlichen Beziehungen führte. (1)

Durch diese fundierte wissenschaftliche Forschung wurde somit ein wichtiger Beitrag zur Entstigmatisierung, Entpathologisierung und Sensibilisierung für spirituelles Erwachen geleistet.

Spirituelles Erwachen in der Transpersonalen Psychologie

Stanislav Grof, ein international bekannter Psychiater und Psychologe, hat sich intensiv mit transpersonalen Erfahrungen und Spiritualität beschäftigt. Sein Verständnis von spirituellem Erwachen geht eng mit seinen Erfahrungen im Bereich der psychedelischen Psychotherapie einher.

Grof versteht das spirituelle Erwachen als Folge der Bewusstseinserweiterung. In diesem Prozess durchläuft das Individuum verschiedene Phasen der Selbsttranszendenz und erfährt eine tiefere Verbindung mit dem universellen Bewusstsein. Dies kann durch verschiedene Methoden wie Meditation, Kontemplation oder den Gebrauch psychedelischer Substanzen erreicht werden. (2)

Ein wichtiger Aspekt von Grofs Verständnis des spirituellen Erwachens ist die Idee der „holotropen Erfahrung“, bei der das Individuum ein Gefühl der Einheit mit allem erfährt. In diesem Zustand löst sich die Grenze zwischen dem Selbst und der Welt auf und das Individuum erfährt eine tiefere Verbindung mit der Wirklichkeit.

Eine holotrope Erfahrung bezeichnet einen veränderten Bewusstseinszustand, der durch die Anwendung bestimmter Techniken wie Atmung, Musik und psychedelische Substanzen hervorgerufen werden kann.

Grof leitete den Begriff „holotrop“ von den griechischen Wörtern „holos“ (ganz) und „trepein“ (sich bewegen) ab. Er benutzte ihn, um eine erweiterte Form des Bewusstseins zu beschreiben, bei der das Individuum eine Verbundenheit mit seiner Umgebung und dem Universum empfindet.

Diese Erfahrungen können tiefgreifende Veränderungen im Individuum bewirken. Sie werden von Grof als ein möglicher Weg zur Heilung von psychischen Erkrankungen und zur Entfaltung des individuellen Potenzials gesehen. (3)

Für Grof ist diese spirituelle Erfahrung ein kontinuierlicher Prozess, der zu einem tiefen Verständnis der Wirklichkeit und zu einem Gefühl der inneren Ruhe und des Friedens führt. 

Spirituelles Erwachen im Hinduismus 

Nach hinduistischem Glauben ist das Erwachen ein Prozess, der die Seele aus ihrem Schlafzustand befreit und sie mit dem höheren Selbst und der universellen Energie verbindet.

Dieser Prozess wird Moksha oder Befreiung von Samsara, dem endlosen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt, genannt und ist das höchste Ziel des spirituellen Lebens.

Das Erwachen wird als eine Art Wiedergeburt betrachtet, bei der die Seele ihre begrenzten Identifikationen und Illusionen hinter sich lässt und ihre wahre Natur als unsterbliches, göttliches Wesen erkennt. In diesem Zustand der Erleuchtung wird die Dualität zwischen dem Individuum und dem Universum aufgehoben und die Verbundenheit von allem erkannt.

Ein wichtiger Aspekt des spirituellen Erwachens in der hinduistischen Philosophie ist die Erkenntnis, dass das wahre Selbst jenseits des Verstandes und der Sinne liegt. Um dieses Selbst zu erkennen, müssen spirituelle Praktiken wie Meditation, Hingabe und Selbstlosigkeit praktiziert werden.

Spirituelles Erwachen wird auch als ein Prozess der Reinigung und Transformation gesehen, in dem das Individuum seine negativen Gedanken, alte Glaubenssätze, Emotionen und Handlungen loslässt und sich den höheren spirituellen Werten wie Liebe, Mitgefühl und Wahrheit zuwendet.

Spirituelles Erwachen im Buddhismus

Im Buddhismus ist das Erwachen oder die Erleuchtung (Satori) das höchste Ziel des spirituellen Weges. Es wird als ein Zustand des vollständigen Wissens über die Schöpfung angesehen. In diesem Zustand erkennt der Einzelne die Natur der Existenz und die zugrundeliegende Einheit aller Dinge.

Auf dem Weg zur Erleuchtung wird im Buddhismus die Bedeutung von Achtsamkeitspraxis und Meditation besonders betont. Durch diese Praktiken kann der Einzelne nach und nach seine Identifikationen und Illusionen auflösen und eine klare Sicht der Wahrheit gewinnen.

Ein wichtiger Aspekt des Weges zur Erleuchtung ist die Überwindung des Leidens und das Erreichen von innerem Frieden und Glückseligkeit. Durch die Erleuchtung kann der Einzelne das Leiden, das durch das Verlangen und die Identifikation mit vergänglichen Dingen verursacht wird, überwinden und eine tiefere Ebene des Glücks und der Zufriedenheit erreichen.

Das Konzept der Leerheit (shunyata) ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Es stellt die Idee der Nichtsubstanz aller Dinge in den Mittelpunkt. Durch die Erkenntnis der Leerheit kann der Mensch die Dualität zwischen Subjekt und Objekt und die Illusion der Trennung zwischen sich und der Welt überwinden.

Spirituelles Erwachen im tibetischen Buddhismus

Im tibetischen Buddhismus ist das Erwachen ein Prozess der Erleuchtung, der es dem Einzelnen ermöglicht, die wahre Natur der Existenz zu erkennen.

Dieser Zustand wird als Erwachen oder Erleuchtung bezeichnet und ermöglicht es, das Leiden des Daseins zu überwinden. Das tibetische Verständnis von Erwachen ist daher stark mit der Überwindung von Leiden und der Befreiung von Schmerz und Unbehagen verbunden.

Ein wichtiger Aspekt des tibetischen Konzepts der spirituellen Erleuchtung ist die Praxis der Meditation und das Studium der buddhistischen Schriften. Durch diese Praktiken und das Verständnis der Natur des Geistes kann ein Individuum allmählich Erleuchtung erlangen und eine höhere Bewusstseinsebene erreichen.

Im tibetischen Buddhismus gibt es jedoch verschiedene Strömungen, die unterschiedliche Schwerpunkte auf den spirituellen Weg legen.

Anzeichen und Symptome des spirituellen Erwachens erkennen

Die englische Wissenschaftlerin Corneille hat in ihrer Forschung mögliche Symptome dieses Phänomens untersucht. Sie fand heraus, dass die Persönlichkeitseigenschaft der Absorption (die sich auf die Tiefe der Konzentration und Aufmerksamkeit auf mentale Bilder und Phantasien bezieht) mit einem höheren Grad an spontanem spirituellem Erwachen verbunden ist. Das bedeutet, dass Personen mit einem höheren Grad an Absorption eher ein stärkeres Erwachen erfahren.

Das Merkmal der Absorption ist auch mit anderen Eigenschaften verbunden, wie z.B. einer höheren emotionalen Sensibilität, Offenheit, Kreativität, Empathie und Neugier. Dazu gehören auch die Tendenz, die Bewusstseinsschwelle für innere und äußere Erfahrungen zu überschreiten (auch Transliminalität genannt), Hypnotisierbarkeit und die Neigung zu Phantasien.

Corneille betont, dass diese Eigenschaften durch wiederholte gemeinschaftliche Aktivitäten wie Singen, Beten oder hypnotisches Trommeln, aber auch durch die Einnahme psychotroper Substanzen oder andere Störungen des homöostatischen Gleichgewichts verstärkt werden können.

Eine weitere Indikation für Erwachen kann eine erhöhte Anfälligkeit für partielle Anfallssymptome im Temporallappen sein, wie sie typischerweise bei der Temporallappenepilepsie auftritt. Personen mit einer solchen Anfälligkeit haben eine höhere Tendenz zu spontanem geistiges Erwachen.

Die Temporallappenepilepsie ist bereits mit spirituellen Erfahrungen verbunden und ähnelt in gewisser Weise spiritueller Erleuchtung. Beide können das Gefühl einer kosmischen, göttlichen oder gottähnlichen Präsenz oder Energie hervorrufen und ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit dem Unendlichen erzeugen.

  • Einige der Anzeichen für spirituelles Erwachen im Allgemeinen sind:

  • Ein Gefühl der Entfremdung in Bezug auf die Welt und andere Menschen

  • Suche nach einem tieferen Sinn im Leben

  • Ein Gefühl der Unruhe und Unzufriedenheit mit dem Status quo

  • Eine Sehnsucht nach spirituellem Wachstum und persönlicher Entwicklung

  • Eine Veränderung des Lebensstils und des Verhaltens, um mit den eigenen Werten und Überzeugungen in Einklang zu kommen.

Körperliche Symptome des spirituellen Erwachens

Der Prozess des Erwachens kann von einer Reihe körperlicher Symptome begleitet sein. Dazu gehören unerklärliche körperliche Empfindungen wie Kribbeln, Hitze oder Kälte, Taubheit oder das Gefühl, dass Energie durch den Körper fließt.

Auch ungewöhnliche Atemveränderungen, Schwindel, Schlaflosigkeit oder Müdigkeit können auftreten. Manche Menschen berichten auch über Veränderungen des Essverhaltens, Gewichtszunahme oder -abnahme und hormonelle Veränderungen.

Psychische Symptome des spirituellen Erwachens

Psychische Symptome können von Person zu Person unterschiedlich sein und auch je nach Kultur und spiritueller Praxis variieren. Sie beziehen sich meist auf Veränderungen der Wahrnehmung, des Denkens und des emotionalen Erlebens. Dazu gehört z.B. ein verstärktes Nachdenken über den Sinn des Lebens und über spirituelle Themen.

Es kann auch zu einem verstärkten Empfinden von Empathie, Liebe und Mitgefühl sowie zu einer veränderten Lebensperspektive kommen.

Manchmal kann es auch zu vorübergehender Verwirrung, Unsicherheit oder Desorientierung kommen, da alte Glaubensmuster und Überzeugungen in Frage gestellt werden.

  • Hier sind einige Beispiele:

  • Ein starkes Gefühl der Verbundenheit mit allem, was existiert.

  • Ein Gefühl des inneren Friedens, der Freude und der Glückseligkeit.

  • Eine tiefe Bewusstwerdung der eigenen Existenz und der Natur des Universums.

  • Verständnis für Zusammenhänge, die über die Oberfläche der Dinge hinausgehen.

  • Ein Gefühl der Entfaltung und des Wachsens auf eine höhere Ebene des Bewusstseins hin.

  • Eine Reduzierung von Ängsten und Sorgen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Tod und dem Sinn des Lebens.

  • Ein starkes Bedürfnis, sich mit spirituellen und philosophischen Fragen zu beschäftigen und sich weiterzubilden.

  • Eine erhöhte Fähigkeit, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen für andere.

  • Verlust des Interesses an oberflächlichen oder materialistischen Dingen.

Welche Phasen des spirituellen Erwachens gibt es?

Das geistige Erwachen ist ein Prozess, der sich in mehreren Phasen vollzieht. Manche sprechen von 5 Phasen, andere von 7, aber das ist von Person zu Person anders. Diese Phasen können sich in ihrem Charakter und in ihrer Dauer unterscheiden. Im Folgenden werden die wichtigsten Phasen beim spirituellen Erwachen beschrieben.

Vorbereitung

In dieser Phase fühlt man sich mit dem bisherigen Leben unzufrieden und sucht nach einem tieferen Sinn. Man beginnt Bücher zu lesen, Meditation auszuprobieren oder sich mit Spiritualität zu beschäftigen.

Erwachen

In dieser Phase kommt es zu einem plötzlichen Erwachen, oft begleitet von einem tiefen Gefühl der Verbundenheit mit allem. Man erkennt, dass das Ego nicht die wahre Natur des Selbst ist, und beginnt, die Welt auf neue Weise wahrzunehmen.

„Dunkle Nacht der Seele“

In dieser Phase geht es um die Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des Selbst und des Lebens. Man erlebt oft Schmerz, Trauer und Verwirrung, aber auch tiefe Einsichten und Erkenntnisse.

Integration

In dieser Phase beginnt man, das Erwachte in den Alltag zu integrieren und umzusetzen. Man lernt, im Hier und Jetzt zu leben und das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Transzendenz

In dieser Phase erreicht man eine höhere Bewusstseinsebene und fühlt sich im Einklang mit der Natur und dem Universum. Man erkennt, dass alles miteinander verbunden ist und es keine Trennung gibt.

Selbstverwirklichung

In dieser Phase geht es darum, das Erwachte zu verkörpern und das volle Potential des Selbst zu entfalten. Man lebt im Einklang mit den eigenen Werten und Überzeugungen und empfindet ein tiefes Gefühl der Erfüllung und des inneren Friedens.

Was sind die Herausforderungen des spirituellen Erwachens?

Erwachen ist ein tiefgreifender Transformationsprozess, der dem Einzelnen viele Vorteile bringen kann. Allerdings können damit auch gewisse Herausforderungen auftreten, die gemeistert werden müssen.

  • Einige dieser Herausforderungen können sein:

  • Entfremdung von alten Freunden und Bekannten, die nicht den gleichen spirituellen Weg gehen.

  • Unsicherheit über die eigene Identität und Lebensaufgabe.

  • Der Kampf mit den eigenen inneren Dämonen und Schatten.

  • Die Schwierigkeit, das spirituelle Wachstum aufrechtzuerhalten und in den Alltag zu integrieren.

Positive Veränderungen durch spirituelles Erwachen

Eine Erfahrung des Erwachens kann zu einer Reihe positiver langfristiger Ergebnisse führen, wie z.B:

  • Signifikante Verbesserungen des psychischen und physischen Wohlbefindens.

  • Verbessertes pro-soziales und umweltbewusstes Verhalten.

  • Geringeres Risiko, psychopathologische Tendenzen zu entwickeln.

Zusätzlich zu diesen Vorteilen berichten Menschen, die den Prozess des Erwachens erlebt haben, von tiefgreifenden psychologischen und spirituellen Veränderungen:

  • Abnehmendes Interesse an Materialismus.

  • Verminderung von Angst, insbesondere Todesangst.

  • Erhöhtes geistiges und körperliches Wohlbefinden (mit gelegentlichen Berichten über das Verschwinden chronischer Schmerzen), erhöhte Geselligkeit, der Wunsch, uneigennützig zu dienen, und ein umweltbewusstes Verhalten, einschließlich des Wunsches, mehr Zeit in der Natur zu verbringen.

  • Erleben eines tiefen Gefühls inneren Wissens oder Verstehens dessen, was als objektive, ungefilterte Natur der Realität wahrgenommen wird, wo Bewusstsein primär oder grundlegend ist. Dies wird typischerweise von einem tiefen Gefühl der Verbundenheit mit allem und jedem im Universum begleitet und führt oft zu tiefen Gefühlen der Dankbarkeit, Ekstase, Glückseligkeit und Ehrfurcht.

  • Verbesserte übersinnliche Wahrnehmung (Synchronizitäten) und verbesserte Fähigkeit zu manifestieren.

5 häufige Missverständnisse und Mythen über spirituelles Erwachen

Spirituelles Erwachen ist ein Phänomen, das häufig missverstanden wird. Im Folgenden stellen wir die fünf häufigsten Missverständnisse vor.

1. Spirituelles Erwachen ist nur etwas für religiöse Menschen

Eines der häufigsten Missverständnisse ist, dass spirituelles Erwachen nur für religiöse Menschen bestimmt sei. In Wirklichkeit hat es nichts mit Religion zu tun. Es geht vielmehr darum, ein tieferes Verständnis für das Leben und die Welt um uns herum zu erlangen.

2. Spirituelles Erwachen ist eine einmalige Erfahrung

Ein weiteres häufiges Missverständnis ist, dass das Erwachen eine einmalige Erfahrung ist, die nur einmal im Leben eines Menschen stattfindet. Tatsächlich ist es ein fortlaufender Prozess, der sich mit der Zeit entwickelt und vertieft.

3. Spirituelles Erwachen führt zur Trennung von der Welt

Viele denken, dass das Erwachen dazu führt, dass man sich von der Welt und den Menschen um sich herum abwendet. In Wirklichkeit bedeutet geistiges Erwachen eine tiefere Verbindung mit Menschen und der Welt.

4. Spirituelles Erwachen ist ein schneller Prozess

Ein weiteres Missverständnis ist, dass das Erwachen ein schneller und einfacher Prozess ist. Es kann Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern, bis jemand das Gefühl hat, vollständig spirituell erwacht zu sein. Es erfordert Geduld, Ausdauer und harte Arbeit.

5. Spirituelles Erwachen bedeutet, alle Antworten zu haben

Viele Menschen glauben, dass Erwachen bzw. Erleuchtung bedeutet, alle Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu haben. In der Praxis handelt es sich jedoch um eine Reise, die darin besteht, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. Es geht um die Suche nach Wissen und Weisheit, nicht um das Erreichen eines vollständigen Verständnisses.

Häufig gestellte Fragen zum spirituellen Erwachen

Was bedeutet es zu erwachen?

Spirituell zu erwachen bedeutet, dass man sich bewusst wird, dass es mehr im Leben gibt als die physische Welt. Es ist ein Prozess, der eine Verbindung zu unserem höheren Selbst und zu etwas Größerem als uns selbst ermöglicht.

Wie kann ich spirituell erwachen?

Es gibt viele Wege, spirituell zu erwachen, beispielsweise Meditation, Yoga, das Studium spiritueller Lehren und die Teilnahme an spirituellen Kreisen. Es ist wichtig, einen Weg zu finden, der zu dir passt und den du regelmäßig praktizieren kannst.

Welche Veränderungen kann ich während des spirituellen Erwachens erleben?

Während des spirituellen Erwachens kann man eine Veränderung im Denken, Verhalten und in der Wahrnehmung der Welt erfahren. Man kann mehr Mitgefühl und Liebe entwickeln, eine höhere Sensibilität für Energie und Spiritualität und eine tiefere Verbindung zu sich selbst und zum Universum spüren.

Wie lange dauert es, bis man spirituell erwacht?

Der Prozess des spirituellen Erwachens ist individuell und von Person zu Person unterschiedlich. Es gibt keine feste Zeitspanne. Er kann Monate oder sogar Jahre brauchen. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der ein Leben lang andauern kann.

Kann jeder spirituell erwachen?

Ja, jeder kann spirituell erwachen, denn jeder von uns hat eine Seele und ist mit der Schöpfung verbunden. Es erfordert jedoch ein gewisses Maß an Bereitschaft, Offenheit und Engagement, um den Prozess zu beginnen und fortzusetzen.


Referenzen

1. Corneille JS, Luke D. Spontaneous Spiritual Awakenings: Phenomenology, Altered States, Individual Differences, and Well-Being. Front Psychol. 2021 Aug 19;12:720579. doi: 10.3389/fpsyg.2021.720579. PMID: 34489825; PMCID: PMC8417526.

2. Spirituelle Krisen: Chancen der Selbstfindung, Grof, Stanislav und Christina

3. 2012: End of the World or Consciousness Revolution? The Huffington Post, May 7, 2012.

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