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Psychedelische Therapie: Wirkung, Risiken und Rechtslage in Deutschland

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Inhaltsverzeichnis
Psychedelische Therapie in Deutschland, Illustration von psychedelischen Magic Mushrooms

Psychedelika haben seit Jahrtausenden eine starke transformative Wirkung auf das menschliche Bewusstsein.

Warum aber sind diese Substanzen in Deutschland verboten? Warum erlebt die psychedelische Therapie eine Renaissance und hat sie das Potenzial, das Leben von Patienten zu verändern?

Lerne die spannende Entwicklung der Psychedelika, ihre bewusstseinserweiternden Eigenschaften kennen und wie sie das Bewusstsein beeinflussen. Außerdem erfährst du, wie die Zukunft der psychedelischen Substanzen aussieht und welche Rolle die psychedelische Therapie in Deutschland dabei spielt.

Psychedelische Therapie einfach erklärt

  • Die psychedelische Therapie ist ein wachsendes Feld der psychischen Gesundheit. Sie konzentriert sich auf die Verwendung psychedelischer Substanzen wie LSD, Psilocybin und MDMA in Kombination mit psychotherapeutischen Ansätzen.

  • Die Wirkungen der psychedelischen Therapie sind vielversprechend und können bei der Behandlung von Angstzuständen, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen helfen.

  • Obwohl die psychedelische Therapie noch nicht allgemein anerkannt ist, gibt es immer mehr Studien und Beweise dafür, dass sie eine gute Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden für psychische Erkrankungen, wie z. B. lang andauernde Psychotherapie, sein kann.

  • In der psychedelischen Therapie werden Psychedelika als Hilfsmittel eingesetzt, um den Zugang zum Unbewussten zu erleichtern. Dadurch sollen Patientinnen und Patienten in einem geschützten Rahmen tiefer in ihre eigenen Gedanken und Emotionen eintauchen können. Dies kann dazu verhelfen, sich selbst besser zu verstehen und so mit psychischen Problemen besser umgehen zu können.

  • Psychedelische Therapie ist jedoch nicht für jeden geeignet. Es gibt bestimmte Risiken, die mit der Einnahme von Psychedelika verbunden sein können. Deshalb sollten Psychedelika nur von geschultem Fachpersonal verabreicht werden.

Psychedelische Therapie: Eine neue Form der Behandlung psychischer Erkrankungen

Was ist psychedelische Therapie?

Psychedelische Therapie ist eine Methode, bei der der Bewusstseinszustand des Patienten durch den Einsatz von Psychedelika verändert wird, um therapeutische Effekte zu erzielen. Diese Therapieform zielt darauf ab, die Selbstwahrnehmung und das Bewusstsein des Patienten so zu verändern, dass dadurch eine tiefere Einsicht in das eigene Leben und die eigenen Probleme ermöglicht wird.

Die psychedelische Therapie ist eine neue Form der Behandlung psychischer Probleme, die in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Forschung gerückt ist. Sie basiert auf der Anwendung bewusstseinsverändernder Substanzen wie Psilocybin, LSD oder Meskalin, die aufgrund ihrer halluzinogenen Wirkung bei verschiedenen psychischen Störungen wie Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) eingesetzt werden.

Der Einsatz von Psychedelika in der Psychotherapie erfolgt unter strenger ärztlicher Aufsicht. Dosierung und Dauer der Behandlung werden individuell auf den Patienten abgestimmt. In vielen Fällen wird die psychedelische Therapie in einem klinischen Setting durchgeführt.

Die positive Wirkung dieser psychoaktiven Substanzen auf Menschen mit psychischen Erkrankungen ist mittlerweile durch zahlreiche Studien belegt. Diese zeigen, dass die Betroffenen bereits nach einer einzigen Dosis eine deutliche Besserung ihrer Symptome erfahren. Der genaue Wirkmechanismus dieser Therapieform ist jedoch noch nicht vollständig erforscht. Es wird vermutet, dass psychedelische Substanzen die Neurotransmitter im Gehirn beeinflussen und den Betroffenen dadurch eine neue Sichtweise auf ihre Probleme ermöglichen.

Die psychedelische Therapie ist daher eine vielversprechende und revolutionäre Behandlungsmöglichkeit für Menschen, die unter psychischen Störungen leiden und mit herkömmlichen Methoden keine oder nur geringe Erfolge erzielen konnten. Trotz der positiven Studienergebnisse und ersten Erfolgsberichte sollten weitere Untersuchungen und klinische Studien durchgeführt werden. So können Langzeiteffekte und mögliche Nebenwirkungen dieser Therapieform besser verstanden und gezielter und sicherer eingesetzt werden.

Obwohl die psychedelische Therapie den Patienten eine intensive Selbsterfahrung und persönliche Transformation ermöglicht, ist die Anwendung psychedelischer Substanzen in Deutschland derzeit noch nicht legal und wird nur im Rahmen von Forschungsstudien oder im Ausland unter strengen Auflagen durchgeführt.

Wie funktioniert psychedelische Therapie?

Bei dieser Behandlungsmethode werden halluzinogene Drogen wie LSD gezielt eingesetzt, um Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Alkoholismus zu helfen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass diese Substanzen das Gehirn und damit die Wahrnehmung und das Bewusstsein beeinflussen können.

Die halluzinogene Substanz LSD ähnelt neurochemisch dem körpereigenen Botenstoff Serotonin, der im Gehirn für die Kommunikation zwischen den Nervenzellen zuständig ist. Bei der Einnahme von LSD interagieren normalerweise getrennte Hirnregionen miteinander, was zu intensiveren Wahrnehmungen, Gefühlen und Gedanken führt. Auch Sinneseindrücke, die sonst eher voneinander getrennt sind, werden unter dem Einfluss von LSD im Gehirn miteinander verknüpft, was zu optischen Halluzinationen führen kann.

Veränderung des Bewusstseinszustandes

Ein zentrales Element der psychedelischen Therapie ist die bewusstseinsverändernde Wirkung bestimmter Substanzen wie Magic Mushrooms, Ayahuasca oder Bufo Alvarius. Durch den gezielten Einsatz dieser Substanzen wird der Patient in einen veränderten Bewusstseinszustand versetzt, der es ihm ermöglicht, tief in seine eigenen Gedanken und Emotionen einzutauchen. Diese Bewusstseinsveränderung kann eine intensive Selbsterfahrung, eine tiefere Selbsterkenntnis und emotionale Aufarbeitung ermöglichen.

Starke Emotionalisierung und Reduktion des logischen Denkens

Während einer psychedelischen Therapie kommt es häufig zu einer starken Emotionalisierung. Der Patient kann tiefe Gefühle wie Freude, Trauer, Angst oder Wut intensiver wahrnehmen und erleben. Gleichzeitig wird das logische Denken reduziert, was es dem Patienten ermöglicht, sich von festgefahrenen Denkmustern zu lösen und neue Perspektiven einzunehmen. Diese Kombination aus emotionaler Intensität und reduziertem logischen Denken kann zu tiefgreifenden Erkenntnissen und persönlichem Wachstum führen.

Visuelle Effekte und optische Wahrnehmung

Ein weiterer interessanter Aspekt der psychedelischen Therapie sind die visuellen Effekte und optischen Wahrnehmungen, die durch die eingenommenen Substanzen hervorgerufen werden. Insbesondere bei Magic Mushrooms und Ayahuasca können intensive optische Effekte auftreten, die den Anwender in eine völlig andere Welt versetzen. Diese visuellen Erfahrungen können sowohl faszinierend als auch herausfordernd sein und eine tiefere Verbindung zur eigenen Innenwelt herstellen.

Was sind Psychedelika und wie wirken sie?

Was fällt unter Psychedelika?

Psychedelika sind eine Gruppe von bewusstseinsverändernden Substanzen, die oft auch als Halluzinogene bezeichnet werden. Einige der bekanntesten Psychedelika sind LSD (Lysergsäurediethylamid), Psilocybin (der Wirkstoff der „Magic Mushrooms“) und DMT (Dimethyltryptamin).

Die Wirkung von Psychedelika kann sehr unterschiedlich sein und hängt von vielen Faktoren ab, wie der Art des Psychedelikums, der Dosierung und der Umgebung, in der es eingenommen wird. 

Wenn sie eingenommen werden, können Psychedelika zu Veränderungen des Denkens und der Wahrnehmung führen. Die Wirkung kann zwischen sechs und zwölf Stunden anhalten. Manche Menschen berichten von einem gesteigerten Einfühlungsvermögen oder einer erhöhten Kreativität nach dem Konsum dieser Substanzen. Andere erleben jedoch auch negative Effekte wie Angstzustände oder Paranoia.

Wie wirken Psychedelika?

Psychedelika können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Psyche haben. Die psychedelischen Substanzen, die Wirkstoffe wie Psilocybin in Magic Mushrooms, DMT in Ayahuasca und 5-MeO-DMT in Bufo Alvarius enthalten, wirken auf spezifische Rezeptoren im Gehirn und erweitern die herkömmlichen Gehirnfunktionen, indem sie eine andere Dimension der Wahrnehmung ermöglichen. Dies führt zu einer Lockerung starrer Denk- und Gefühlsstrukturen und setzt emotionale Energie in Bewegung. 

In der Therapie werden Psychedelika häufig zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) eingesetzt. Die Wirkung von Psychedelika kann dazu führen, dass Betroffene ihre Probleme aus einer anderen Perspektive betrachten und neue Einsichten gewinnen.

Einige Studien weisen darauf hin, dass psychedelische Therapien wirksam sein könnten. Eine klinische Studie aus dem Jahr 2016 zeigte zum Beispiel vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen mit Psilocybin. In dieser Studie berichteten die Patienten über eine signifikante Verbesserung ihrer Symptome nach einer einzigen Dosis.

Allerdings sind mit dem Konsum von Psychedelika auch Risiken verbunden, insbesondere wenn sie unbeaufsichtigt eingenommen werden. Manche Menschen erleben während eines „Trips“ Angstzustände oder Panikattacken. Daher ist es wichtig, dass diese Substanzen nur unter ärztlicher Aufsicht oder im Rahmen spezieller Sitzungen und therapeutischen Programme eingenommen werden.

Die Wirkung von psychedelischen Substanzen auf das Gehirn

Psychedelika wirken durch die Aktivierung von Serotoninrezeptoren im Gehirn. Die Wirkung von psychedelischen Substanzen kann zu einer Erhöhung der neuronalen Konnektivität führen, was zu einer Steigerung des kreativen Denkens und einer Verbesserung der Emotionsregulation führen kann.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Psilocybin, ein Hauptbestandteil von „Magic Mushrooms“, tatsächlich das funktionelle Netzwerk des Gehirns verändert. Die Forscher stellten fest, dass Psilocybin eine erhöhte Aktivität in den Gehirnbereichen hervorruft, die für die Verarbeitung von Emotionen und die Gedankenkontrolle zuständig sind. Darüber hinaus stellten sie fest, dass die Veränderungen im Gehirn bis zu fünf Wochen nach der Einnahme von Psilocybin anhielten.

Studien haben auch gezeigt, dass Psychedelika bei der Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und posttraumatischen Belastungsstörungen wirksam sein können. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigte beispielsweise, dass Patienten mit schweren Depressionen bereits nach einer einzigen Dosis Psilocybin eine signifikante Verbesserung ihrer Symptome aufwiesen. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2018 zeigte, dass MDMA (auch als Ecstasy bekannt) bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen wirksam sein kann, indem es das Gehirn neu verdrahtet und die Verarbeitung traumatischer Erinnerungen erleichtert.

Obwohl Psychedelika als relativ sicher gelten, können sie bei unsachgemäßem Gebrauch auch unerwünschte Nebenwirkungen wie Angstzustände, Paranoia und Halluzinationen hervorrufen. Eine Studie aus dem Jahr 2015 hat zum Beispiel gezeigt, dass bis zu einem Drittel der Menschen, die LSD einnehmen, „schlechte Trips“ erleben. Deshalb ist es wichtig, dass Psychedelika nur unter Aufsicht eines Arztes oder Therapeuten verabreicht werden und dass die Betroffenen sorgfältig überwacht werden.

Wie wirkt Psilocybin therapeutisch?

Psilocybin, der Wirkstoff in psychedelischen Pilzen, wirkt auf die Serotoninrezeptoren im Gehirn und löst so einen psychedelischen Trip aus. In therapeutischer Hinsicht kann Psilocybin dazu beitragen, den Patienten tiefgreifende Einsichten in ihre psychischen Probleme, Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ermöglichen. Viele Patienten berichten von dauerhaften positiven Veränderungen in ihrer Wahrnehmung und ihrem Denken nach einer Psilocybin-Therapiesitzung.

Ein wichtiger Aspekt seiner therapeutischen Wirkung ist die Fähigkeit von Psilocybin, tiefe Einsichten und veränderte Bewusstseinszustände zu fördern. Diese veränderten Zustände können dazu führen, dass Patienten neue Perspektiven auf ihre psychischen Probleme gewinnen, einschließlich ihrer Gewohnheiten, Denkmuster und Verhaltensweisen. Dies ermöglicht eine tiefere Verbindung zu inneren Gefühlen und eine bessere Selbstreflexion, was letztlich den Heilungsprozess unterstützt.

Ein weiterer therapeutischer Aspekt von Psilocybin ist seine Fähigkeit, die emotionale und kognitive Flexibilität zu erhöhen. Dies hilft Patienten, offener für Veränderungen von Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu werden, alte Denkmuster loszulassen und sich neuen, gesünderen Ansätzen anzupassen. Nicht zuletzt fördert Psilocybin auch Gefühle der Verbundenheit und des Eingebundenseins sowohl mit anderen Menschen als auch mit der Umwelt. Diese verstärkte Verbundenheit kann das Gefühl der Isolation und Einsamkeit, das oft mit psychischen Erkrankungen einhergeht, verringern und soziale Unterstützung und emotionale Heilung fördern.

Wie läuft eine psychedelische bzw. psychedelisch-augmentierte Psychotherapie ab?

Die psychedelische oder psychedelisch-augmentierte Psychotherapie kombiniert den Einsatz psychedelischer Substanzen mit psychotherapeutischen Ansätzen. Die Therapiesitzungen finden in einer sicheren und unterstützenden Umgebung statt, in der der Patient von einem geschulten Psychotherapeuten begleitet wird. Durch die Integration von Psychotherapie während der psychedelischen Erfahrung können tiefer liegende emotionale Muster, traumatische Erlebnisse oder andere psychische Belastungen aufgedeckt und bearbeitet werden.

Vorbereitung

Psychedelisch-augmentierte Psychotherapie erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, um die bestmögliche Erfahrung für den Patienten zu gewährleisten. Vor der Therapiesitzung werden die Patienten auf die Wirkung der Psychedelika vorbereitet und es wird ein sicherer und angenehmer Raum geschaffen.

Zur Vorbereitung gehört auch eine ärztliche Untersuchung, um sicherzustellen, dass der Patient in guter körperlicher Verfassung ist und keine Medikamente einnimmt, die mit den Psychedelika interagieren könnten. Die Patienten erhalten klare Anweisungen zur Einnahme der Psychedelika und werden über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt.

In der Vorbereitungsphase wird auch eine Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Patienten aufgebaut. Der Therapeut stellt sicher, dass der Patient sich wohlfühlt und bereit ist, sich auf die Erfahrung einzulassen. Diese Beziehung kann dazu beitragen, dass der Patient während der Sitzung offener ist und mehr Vertrauen in den Prozess hat.

Einnahme

Die Psychedelika werden unter ärztlicher Aufsicht eingenommen und die Patienten werden während der Sitzung betreut. Der Raum, in dem die Sitzung stattfindet, ist so gestaltet, dass sie angenehm und beruhigend ist. Normalerweise gibt es psychedelische Musik oder andere Hintergrundgeräusche, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Während der Sitzung sind Therapeuten anwesend, die den Patienten unterstützen und dafür sorgen, dass er sich sicher fühlt. Die Therapeuten können auch Anweisungen geben oder Fragen stellen, um den Patienten durch die Erfahrung zu führen.

Erfahrung

Die Erfahrung während der Therapiesitzung kann intensiv sein und zu einem veränderten Bewusstseinszustand führen. Während des Trips können Patienten visuelle Halluzinationen haben oder tief in ihre Gedanken eintauchen. Diese Erfahrungen helfen dem Patienten, emotionale Blockaden zu lösen und tiefer in seine Psyche vorzudringen.

Nicht alle Erfahrungen sind positiv. Manche Patienten erleben negative Gefühle oder traumatische Erinnerungen. In diesen Fällen ist es wichtig, dass der Therapeut dem Patienten hilft, diese Gefühle zu verarbeiten und sie in einen größeren Zusammenhang zu sehen.

Nachbereitung

Nach der Sitzung findet eine Nachbesprechung statt, um die Erfahrungen zu verarbeiten und zu integrieren. Der Therapeut hilft dem Patienten, das Erlebte in einen größeren Zusammenhang zu stellen und die Lehren aus der Erfahrung auf sein Leben zu übertragen.

Die Nachbesprechung kann auch helfen, mögliche negative Auswirkungen des Trips aufzufangen. Wenn ein Patient beispielsweise eine traumatische Erfahrung gemacht hat, kann der Therapeut ihm helfen, mit den emotionalen Auswirkungen umzugehen.

Risiken und Nebenwirkungen psychedelischer Therapien

Psychotische Symptome

Psychotische Symptome können in Form von Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder Paranoia zum Ausdruck kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Symptome auftreten, ist jedoch relativ gering und hängt auch stark von der Dosierung und der Art des verwendeten Psychedelikums ab. Bei den meisten Patienten treten keine negativen Auswirkungen auf.

Körperliche Nebenwirkungen

Neben den psychischen Risiken gibt es auch körperliche Nebenwirkungen, die mit dem Konsum psychedelischer Substanzen in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Herzrasen. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel vorübergehend und treten während der Sitzung auf. Ein erfahrener Therapeut wird jedoch darauf achten, dass der Patient bequem liegt oder sitzt, und ihm bei Bedarf helfen.

Risiken für bestimmte Patientengruppen

Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen oder Epilepsie sollten sich keiner psychedelischen Therapie unterziehen. In diesen Fällen kann die Einnahme von Psychedelika gefährlich sein und zu ernsthaften Komplikationen führen. Menschen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Psychosen sollten ebenfalls vorsichtig sein.

Langfristige Auswirkungen

Die langfristigen Auswirkungen von Psychedelika auf das Gehirn sind noch nicht vollständig erforscht. Es gibt jedoch Anhaltspunkte dafür, dass die Einnahme von Psychedelika langfristige Veränderungen im Gehirn hervorrufen kann. Zum Beispiel wurde gezeigt, dass Psilocybin, der Wirkstoff in Pilzen, die Aktivität des Default Mode Network (DMN) im Gehirn reduziert. Das DMN ist ein Netzwerk von Hirnregionen, das mit Selbstreflexion und introspektiven Prozessen in Verbindung gebracht wird.

Anwendungsbereiche der psychedelischen Therapie

Behandlung von Depressionen

Psychedelische Therapie wird zunehmend als eine erfolgversprechende Möglichkeit zur Behandlung von Depressionen angesehen. Forschungsergebnisse zeigen, dass psychedelische Substanzen wie Psilocybin und LSD in der Lage sind, das Gehirn neu zu verdrahten und emotionale Blockaden aufzulösen. In einer Studie des Imperial College London berichteten Patienten, die mit Psilocybin behandelt wurden, über eine signifikante Verbesserung ihrer Stimmung und eine Reduktion depressiver Symptome.

Angststörungen und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Psychedelische Therapien zeigen auch positive Ergebnisse bei der Behandlung von Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD). In einer klinischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass eine MDMA-basierte Therapie bei PTBS-Patienten zu einer signifikanten Reduktion der Symptome führt. Der Effekt hielt sogar noch nach mehreren Monaten an. In einer anderen Studie zeigte sich, dass eine Therapie mit Psilocybin bei Angstpatienten ebenfalls effektiv ist.

Behandlung von Suchterkrankungen

Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass psychedelische Substanzen auch bei der Behandlung von Suchterkrankungen helfen können. Eine klinische Studie an der Johns Hopkins University zeigte, dass eine Psilocybin-basierte Therapie Rauchern half, ihre Tabakabhängigkeit zu überwinden. Ein weiteres Experiment zeigte positive Effekte bei Alkohol- und Drogenabhängigen.

Krebstherapie

Psychedelische Therapie kann auch bei der Behandlung von Krebspatienten helfen. Eine Studie der New York University ergab, dass eine Therapie mit Psilocybin dazu beitragen kann, Ängste und Depressionen zu lindern und das Wohlbefinden der Patienten zu verbessern. Ein weiteres Experiment zeigte, dass die psychedelische Therapie bei Krebspatienten dazu führte, dass sich ihre Einstellung zum Leben und zur Sterblichkeit änderte.

Palliativmedizin

In der Palliativmedizin wird die psychedelische Therapie eingesetzt, um Patienten in ihrer letzten Lebensphase zu unterstützen. Eine klinische Studie fand heraus, dass eine auf Psilocybin basierende Therapie dazu beitragen kann, Ängste und Depressionen bei Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium zu lindern. Die Ergebnisse zeigten auch eine erhebliche Verbesserung des psychischen Wohlbefindens und des allgemeinen Lebensgefühls.

Geschichte und Entwicklung der psychedelischen Therapie

Erste Anwendung psychedelischer Substanzen in der Therapie

Der Einsatz psychedelischer Substanzen in der Therapie begann in den 1950er Jahren. Der Psychiater Humphry Osmond verwendete LSD, um Patienten mit Alkoholabhängigkeit zu behandeln. Er prägte auch den Begriff „psychedelisch“, um die Wirkung dieser Substanzen auf das Bewusstsein zu beschreiben.

Die Entdeckung von LSD (Lysergsäurediethylamid) geht jedoch auf Albert Hofmann zurück, der es 1943 synthetisierte. Als Wissenschaftler bei Sandoz Pharmaceutical in der Schweiz experimentierte Hofmann mit LSD, doch erst als er 1943 versehentlich eine kleine Menge LSD durch die Haut aufnahm, entdeckte er dessen halluzinogene Wirkung. Dieses Ereignis führte zur weiteren Erforschung von LSD und legte den Grundstein für seine Verwendung in der Psychotherapie.

Auch die Entdeckung von Psilocybin durch Albert Hofmann im Jahr 1958 war ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung psychedelischer Substanzen. Als Wissenschaftler bei Sandoz Pharmaceutical in der Schweiz gelang es Hofmann, Psilocybin aus psychoaktiven Pilzen zu isolieren. Diese Entdeckung legte den Grundstein für die weitere Erforschung der Wirkung und Anwendung von Psilocybin. Psilocybin ist ein Halluzinogen, das eine Vielzahl von bewusstseinsverändernden Wirkungen hervorrufen kann. Es wurde festgestellt, dass Psilocybin zu einer intensiveren Wahrnehmung, gesteigerter Kreativität und einer veränderten Sicht auf die Welt führen kann. Diese Entdeckung öffnete die Tür zu neuen Erkenntnissen über das menschliche Bewusstsein und die Möglichkeiten psychedelischer Therapie.

Nach der Entdeckung von Psilocybin konzentrierte sich Albert Hofmann auf die Synthese dieser Substanz. Im Jahr 1959 veröffentlichte er die erste bekannte Synthese von Psilocybin, was die Herstellung der Substanz in größerem Maßstab ermöglichte. Diese Synthese spielte eine entscheidende Rolle für die Verfügbarkeit von Psilocybin für Forschungszwecke und die Entwicklung psychedelischer Therapiemethoden.

In den folgenden Jahren wurden LSD und andere psychedelische Substanzen wie Psilocybin und Mescalin zur Behandlung von Angstzuständen, Depressionen und anderen psychischen Störungen eingesetzt. Die Erfolgsraten waren vielversprechend und es schien, als hätten diese Substanzen eine große Zukunft in der Therapie.

Verbot durch die US-Regierung führt zum Ende der Forschung

Doch in den 1960er Jahren änderte sich alles. Aufgrund des zunehmenden Missbrauchs von LSD als Freizeitdroge verbot die US-Regierung 1968 alle psychedelischen Substanzen, was zu einem abrupten Ende der Erforschung und des therapeutischen Einsatzes dieser Substanzen führte.

Es dauerte mehrere Jahrzehnte, bis das Interesse an psychedelischen Therapien wieder erwachte. Erst in den letzten Jahren erlebt die psychedelische Therapie eine Renaissance, vor allem im Bereich der medizinischen Forschung und Psychotherapie. Wisenschaftliche Studien haben gezeigt, dass diese Substanzen bei einigen Patienten nachhaltige positive Veränderungen bewirken können. Insbesondere bei Menschen mit schwer behandelbaren Depressionen oder PTBS kann eine einzige Sitzung mit Psilocybin-Medikamenten erstaunliche Ergebnisse erzielen. 

Die legale Alternative zur Pychedelika: Das Holotrope Atmen

In Deutschland sind psychedelische Substanzen wie Magic Mushrooms, Ayahuasca und Bufo Alvarius aufgrund ihres Rechtsstatus illegal. Einige Therapeuten nutzen jedoch Holotropes Atmen als Integrationswerkzeug, da es eine ähnliche Wirkung wie Psychedelika erzeugen kann

Als in den 1970er Jahren die Psychedelika verboten wurden, entwickelten die Psychiater Stanislav und Christina Grof, die im Bereich der Transpersonalen Psychologie forschten, das Holotrope Atmen. Dies war eine revolutionäre neue Methode, um veränderte Bewusstseinszustände, ohne Drogen als potenzielles therapeutisches Werkzeug zu nutzen und damit alternative Wege der Heilung zu eröffnen.

Holotropes Atmen kann Menschen dabei helfen, traumatische Erlebnisse, Ängste und Depressionen zu verarbeiten. Es ermöglicht tiefgreifende Bewusstseinszustände und kann eine intensive Selbsterfahrung und spirituelle Reise ermöglichen. Durch die bewusste Steuerung der Atmung werden nicht nur körperliche, sondern auch emotionale und spirituelle Prozesse angeregt. Diese Therapiemethode kann somit zur Heilung und Transformation beitragen.

Forschung zu Psychedelika und psychedelischer Therapie in Deutschland

Psilocybinhaltige Pilze, auch als Magic Mushrooms bekannt, haben in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit in der Forschung erhalten. Laut einer 2016 im Journal of Psychopharmacology veröffentlichten Studie haben psilocybinhaltige Pilze das Potenzial, Depressionen und Angstzustände zu lindern. Die Studie ergab, dass eine einzige Dosis Psilocybin die Symptome von Depressionen und Angstzuständen bei Patienten reduzierte.

Henrik Jungaberle von der MIND Foundation setzt sich für die Erforschung psychedelischer Therapien ein. Er glaubt, dass psychedelische Substanzen ein großes Potenzial für die Behandlung psychischer Störungen haben. Die MIND Foundation arbeitet eng mit Forschern zusammen, um mehr über die Wirkung von Psychedelika auf das menschliche Gehirn und die Psyche zu erfahren.

Gerhard Gründer von der Universität Essen-Duisburg untersucht die Wirkung von Hofmanns Elixier auf das Gehirn. Hofmanns Elixier ist ein LSD-ähnliches Medikament, das von dem Schweizer Chemiker Albert Hofmann entwickelt wurde. Gründer fand heraus, dass Hofmanns Elixier eine ähnliche Wirkung auf das Gehirn hat wie LSD. Es beeinflusst vor allem den Serotoninhaushalt im Gehirn und kann so sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Psyche haben.

Peter Gasser und Florian Brand haben eine Studie durchgeführt, die zeigt, dass eine MDMA-basierte Psychotherapie bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen wirksam sein kann. Die Studie wurde mit 20 Patienten durchgeführt, die alle an einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung litten. Die Ergebnisse zeigten, dass die MDMA-basierte Psychotherapie bei allen Patienten zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome führte.

Rechtslage der psychedelischen Therapie in Deutschland und im Ausland

Die Rechtslage bezüglich psychedelischer Therapien in Deutschland ist derzeit restriktiv. Psychedelika wie Magic Mushrooms, Ayahuasca oder Bufo Alvarius, LSD, Psilocybin-Pilze und MDMA fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und sind somit illegal. Daher können psychedelische Therapien in Deutschland nicht öffentlich und legal angeboten werden.

Die Ursachen für die Sanktionierung von Psychedelika in Deutschland haben verschiedene Gründe. Einer davon ist die fehlende Differenzierung zwischen Psychedelika und anderen Drogen. Obwohl Psychedelika nicht abhängig machen und ein hohes Heilungspotential besitzen, wurden sie aufgrund von Missbrauchsfällen und dem Auftreten von Psychosen unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt.

Eine Ausnahme: Therapie mit Psilocybin in klinischen Studien

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Psilocybin darf in klinischen Studien zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Im Jahr 2020 hat die deutsche Arzneimittelbehörde erstmals eine Studie mit Psilocybin genehmigt, in der die Wirksamkeit des Wirkstoffs bei der Behandlung von Depressionen untersucht werden soll. Die Studie soll zeigen, ob Psilocybin ein sicheres und wirksames Mittel gegen Depressionen sein kann.

Im Jahr 2020 wurde eine Petition zur Legalisierung von Psychedelika zu therapeutischen Zwecken gestartet. Diese wurde jedoch vom Bundestag abgelehnt. Derzeit ist es also nicht möglich, Psychedelika legal zu therapeutischen Zwecken einzusetzen.

Modellprojekte in einzelnen Bundesländern

Dennoch haben einige Bundesländer bereits Modellprojekte gestartet, um die therapeutische Wirkung von Psychedelika zu erforschen. So hat das Land Berlin im Jahr 2019 ein Modellprojekt genehmigt, in dem Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen unter ärztlicher Aufsicht Psilocybin einnehmen dürfen. Ziel des Projekts ist es, die Wirksamkeit von Psilocybin bei der Behandlung psychischer Erkrankungen zu untersuchen.

Die rechtliche Situation für die Anwendung von Psychedelika in Deutschland ist komplex und uneinheitlich. Während der Konsum von Psychedelika illegal ist, gibt es Ausnahmen für klinische Studien und Modellprojekte. Es bleibt abzuwarten, ob sich die rechtliche Situation in Zukunft ändert und Psychedelika möglicherweise auch für therapeutische Zwecke legalisiert werden.

Rechtliche Situation in Amerika

In den USA haben bereits mehrere Bundesstaaten die Verwendung von Psychedelika zu therapeutischen Zwecken legalisiert. Dazu gehören Kalifornien, Oregon und Colorado. Diese Staaten haben erkannt, dass psychedelische Therapie eine effektive Möglichkeit ist, psychische Erkrankungen wie PTSD und Depressionen zu behandeln. Bereits Millionen von Menschen haben in diesen Staaten von der Therapie mit psychedelischen Mitteln profitiert.

Rechtliche Situation in Australien

Die australische Therapeutic Goods Administration (TGA) hat am 3.Februar 2023 eine wegweisende Entscheidung getroffen, die das Potenzial hat, die Art und Weise, wie psychische Erkrankungen behandeln werden, zu verändern. Ab dem 1. Juli 2023 können autorisierte Psychiater in Australien MDMA und Psilocybin zur Behandlung von posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) und behandlungsresistenter Depression verschreiben.

Diese Entscheidung hat weltweit unter Experten eine Debatte ausgelöst. Während einige diese Entwicklung als Durchbruch für Patienten betrachten, die auf herkömmliche Therapien nicht ansprechen, äußern andere Bedenken hinsichtlich der Umsetzung und der potenziellen Risiken.

Zukunftsperspektiven der psychedelischen Therapie

Die psychedelische Therapie könnte in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Behandlung psychischer Erkrankungen spielen. Sie kann eine Brücke zwischen der klassischen Psychotherapie und der Pharmakotherapie schlagen, indem sie die Vorteile beider Ansätze miteinander verbindet. Psychotherapeutische Techniken werden durch den gezielten Einsatz psychoaktiver Substanzen ergänzt, was zu einer besseren Symptomlinderung und einer höheren Lebensqualität der Betroffenen führen kann.

Die Gesellschaft und die medizinische Fachwelt beginnen langsam, die stigmatisierte Haltung gegenüber psychedelischen Therapieansätzen abzubauen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für eine breitere Akzeptanz und Anwendung dieser innovativen Behandlungsmethode. Allerdings bedarf es weiterer Forschung und klinischer Studien, um die Wirksamkeit und Sicherheit psychedelischer Therapien noch besser zu verstehen und rechtliche und bürokratische Hürden zu überwinden.

Obwohl es noch viele offene Fragen zur Wirkungsweise von Psychedelika gibt, sind sich viele Experten einig, dass diese Substanzen das Potenzial haben, tiefe emotionale Einsichten und transformierende Erfahrungen auszulösen. 

Die wachsende Zahl positiver Ergebnisse in klinischen Studien führt dazu, dass immer mehr Länder ihre Haltung gegenüber Psychedelika ändern. In den USA haben einige Bundesstaaten vor kurzem psilocybinhaltige Pilze für therapeutische Zwecke legalisiert. Auch in Europa gibt es zunehmend Bestrebungen in diese Richtung.

Häufige Fragen und Antworten zur psychedelischen Therapie

Was ist die psychedelische Therapie und welche Wirkstoffe werden verwendet?

Die psychedelische Therapie ist eine Form der Psychotherapie, bei der bewusstseinsverändernde Substanzen wie LSD, Psilocybin, Ketamin oder MDMA therapeutisch eingesetzt werden. Es wird angenommen, dass diese Substanzen helfen können, therapeutische Prozesse zu fördern, indem sie tiefgreifende psychedelische Erfahrungen ermöglichen und so das Bewusstsein für psychische Probleme erweitern.

Warum erlebt die psychedelische Therapie eine Renaissance?

Die Renaissance der psychedelischen Therapie ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, einschließlich der wachsenden Evidenz für die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode bei Studien und der wachsenden Bereitschaft der medizinischen Gemeinschaft, Behandlungsalternativen zu gängigen Antidepressiva und anderen Psychopharmaka zu erkunden. Das wachsende Interesse an psychedelischen Therapieansätzen zeigt sich in vermehrten klinischen Studien mit Psilocybin und anderen psychedelischen Substanzen.

Was unterscheidet psycholytische Therapie von der psychedelischen Therapie?

Die psycholytische Therapie ist eine Form der psychedelischen Therapie, bei der niedrige Dosen von psychotropen Substanzen wie LSD oder Psilocybin verabreicht werden. Anders als bei anderen Ansätzen der psychedelischen Therapie, die auf eine starke psychedelische Erfahrung abzielen, soll die psycholytische Therapie eher dazu beitragen, die therapeutische Kommunikation zwischen Therapeut und Patient zu erleichtern und so die Selbstreflexion und das emotionale Erleben des Patienten zu intensivieren.

Wie trägt die Charité zur Erforschung der psychedelischen Therapie bei?

Die Charité in Berlin ist eine der Institutionen, die zur Erforschung der psychedelischen Therapie beitragen. Durch das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie hat die Charité Studien durchgeführt, die den Nutzen von Psychedelika wie Psilocybin bei der Behandlung von Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen untersuchen.

Wer war Albert Hofmann und welche Rolle spielte er in der Geschichte der psychedelischen Therapie?

Albert Hofmann war ein schweizerischer Chemiker, der die Wirkstoffe LSD und Psilocybin entdeckte und damit die Geburt der psychedelischen Therapie ermöglichte. Er führte auch Selbstversuche mit diesen Substanzen durch und erforschte ihr therapeutisches Potenzial auf dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie.

In welchen Ländern wurde bereits eine Zulassung für die psychedelische Therapie erteilt?

In einigen Ländern wie der Schweiz, Kanada und Israel wurden begrenzte Zulassungen für den therapeutischen Einsatz von Psychedelika wie LSD und Psilocybin erteilt. Dies ermöglicht Ärzten und Therapeuten in diesen Ländern, unter strengen Auflagen und in Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden psychedelische Therapiebehandlungen durchzuführen.

Wer ist Peter Gasser und welche Rolle spielt er auf dem Gebiet der psychedelischen Therapie?

Dr. Peter Gasser ist ein schweizerischer Psychiater, der als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der psychedelischen Therapie gilt. Er hat zahlreiche Studien zur Wirksamkeit von Psychedelika wie LSD und Psilocybin in der Therapie von psychischen Störungen durchgeführt und stellt in seiner Praxis psychedelische Therapien für Patienten bereit.

Welche Risiken sollten bei der Anwendung von psychedelischen Therapien berücksichtigt werden?

Bei der Anwendung von psychedelischen Therapien sind einige Risiken zu beachten, wie z.B. die Möglichkeit von negativen Reaktionen auf die bewusstseinsverändernden Substanzen, die Gefahr von Psychosen bei anfälligen Personen oder der riskante Umgang mit den starken Emotionen, die während einer psychedelischen Erfahrung auftreten können. Deshalb sollten psychedelische Therapien nur unter Aufsicht von erfahrenen Therapeuten und in einer kontrollierten Umgebung stattfinden.

Wie sieht die Zukunft der psychedelischen Therapie aus und wie könnten klinische Studien die Forschung vorantreiben?

Die Zukunft der psychedelischen Therapie sieht zunehmend vielversprechend aus, da immer mehr klinische Studien den therapeutischen Nutzen von Substanzen wie Psilocybin und MDMA zeigen. Organisationen wie COMPASS Pathways arbeiten auf eine Zulassung dieser Behandlungsmöglichkeiten in verschiedenen Ländern hin, und es ist zu erwarten, dass immer mehr Patienten Zugang zu diesen alternativen Therapieformen erhalten. Klinische Studien sind entscheidend, um die Wirksamkeit der psychedelischen Therapie zu validieren, potenzielle Risiken zu verstehen und das Wissen über diese Behandlungen in der medizinischen Fachwelt und der Gesellschaft zu verbreiten.


Referenzen

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2. Forschung zur Anwendung von Psilocybin-Therapie bei der behandlungsresistenten Depression und PTBS

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9. Psychedelic therapies for some mental illnesses will soon be legal – but experts still have questions, UNSW Sydney

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31 Affirmationskarten

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