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Selbstakzeptanz stärken: Warum es so wichtig ist, sich selbst anzunehmen

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Inhaltsverzeichnis
Selbstakzeptanz stärken - Eine Frau schaut sich im Spiegel selbst bejahend an

In unserer Gesellschaft legen wir oft großen Wert auf Erfolg, Perfektion und das Erfüllen bestimmter Erwartungen. Doch was passiert, wenn wir diese Erwartungen nicht erfüllen können oder uns selbst nicht gut genug finden?

In diesem Beitrag werden wir uns mit dem Thema Selbstakzeptanz beschäftigen und warum sie so wichtig für unser Wohlbefinden ist.

Wir gehen den Fragen nach: Welche Auswirkungen hat ein Mangel an Selbstakzeptanz? Was können wir tun, um Selbstakzeptanz zu entwickeln und zu erhalten?

Was ist Selbstakzeptanz?

Selbstakzeptanz ist die Fähigkeit, sich so anzunehmen, wie man ist, ohne sich ständig selbst zu bemängeln. Man hat eine positive Einstellung zu sich selbst und akzeptiert seine Fehler und Schwächen. Es bedeutet auch, sich selbst zu lieben und zu schätzen und eine gesunde Beziehung zu sich selbst zu haben. Dies hilft uns, besser mit Herausforderungen und Stress umzugehen und ein glücklicheres und erfüllteres Leben zu führen.

Nach der Multidimensionalen Theorie der Selbstakzeptanz von Neff (2003) ist Selbstakzeptanz die positive und dauerhafte Bewertung der eigenen Person, unabhängig von Leistung und Verhalten. (1) Dazu gehört, sich selbst mit Würde und Respekt zu behandeln und sich als wertvolle Person zu betrachten. 

Selbstakzeptanz beinhaltet auch die Fähigkeit, sich selbst akzeptieren, ohne sich ständig zu bewerten und zu kritisieren. Es ist eine Haltung, sich so anzunehmen und wertzuschätzen, wie man ist, anstatt sich ständig zu vergleichen oder zu verurteilen.

Warum ist Selbstakzeptanz so wichtig?

Selbstakzeptanz hilft, ein positives und realistisches Selbstbild aufzubauen. Man akzeptiert seine Fehler und Schwächen, fühlt sich weniger unter Druck, perfekt zu sein, und hat weniger Angst, Fehler zu machen. Wer sich selbst liebt und schätzt, behandelt sich mit Respekt und Würde. Ein positives Selbstbild führt zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Dies wirkt sich positiv auf Beziehungen, die Karriere und das allgemeine Wohlbefinden aus.

Warum ist Selbstakzeptanz so schwer zu lernen?

Selbstakzeptanz kann für viele von uns eine Herausforderung sein. Wir vergleichen uns oft mit anderen und lassen uns von deren Erwartungen beeinflussen. Das kann dazu führen, dass wir hart mit uns ins Gericht gehen, wenn wir ihren Ansprüchen nicht genügen. Wir wollen perfekt sein und kritisieren uns, wenn wir diese Erwartungen nicht erfüllen. Das führt oft dazu, dass wir uns unzulänglich oder nicht gut genug fühlen.

Unser innerer Kritiker kann es uns mit seinen harten Worten und Urteilen schwer machen, uns selbst anzunehmen und zu lieben. Er kann uns das Gefühl geben, unwürdig zu sein oder keine Selbstliebe zu verdienen. Der innere Kritiker ist ein Teil unseres Unbewussten. Er ist eine leise, kritische Stimme, die uns dazu bringt, uns selbst zu kritisieren und schlecht zu behandeln. Diese Stimme beeinflusst unser Selbstbild und unsere Selbstakzeptanz negativ. Sie kann uns daran hindern, uns selbstbewusst und glücklich zu fühlen. Wir erkennen diese kritische Stimme daran, dass sie uns sagt, wir seien nicht gut genug, nicht schön genug, nicht erfolgreich genug usw. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass unser innerer Kritiker existiert. Wir sollten lernen, ihm zu widerstehen, um ein positives Eigenbild zu entwickeln.

Traumatische oder negative Erfahrungen in der Vergangenheit können die Selbstannahme zusätzlich erschweren. Wenn man etwas Schlimmes erlebt hat, kann es schwierig sein, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Man fühlt sich schuldig oder unglücklich und denkt, dass man es verdient hat oder dass es irgendwie seine Schuld war. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass diese Erfahrungen uns negativ beeinflussen können.

Glücklicherweise können wir mit der richtigen Unterstützung, Geduld und Ausdauer lernen, uns so zu akzeptieren und zu lieben, wie wir sind.

Auswirkungen mangelnder Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Mangelnde Selbstakzeptanz kann sich negativ auf das psychische Wohlbefinden, auf Beziehungen und auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Selbstakzeptanz bedeutet, sich selbst wertzuschätzen, auch wenn man Mängel oder Fehler hat.

Wer sich selbst nicht akzeptiert, kann auch nicht gut zu sich selbst sein. Man fühlt sich niedergeschlagen oder unglücklich. Dies kann es schwierig machen, sich mit anderen verbunden zu fühlen. Es ist problematisch, in Beziehungen voll präsent zu sein, wenn man sich nicht wohl fühlt. 

Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu konzentrieren und gute Leistungen in der Schule, beim Sport oder bei anderen Aktivitäten zu erbringen, sind ein häufiges Problem. Wenn ein Schüler beispielsweise Schwierigkeiten in Mathematik hat, kann er glauben, dass er einfach nicht klug genug ist. Eine geringe Selbstachtung und ein niedriger Selbstwert können zu Gefühlen des Versagens und der Unzulänglichkeit führen, so dass der Schüler nicht bereit ist, es noch einmal zu versuchen. Er gibt auf und denkt, dass er Mathematik nicht kann.

Hätte der Schüler dagegen mehr Selbstakzeptanz, könnte er verstehen, dass jeder Fehler macht und dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein. Mit dieser Einstellung kann er sich selbst gegenüber mitfühlender sein und mit Zuversicht auf seine Ziele hinarbeiten. Es ist wahrscheinlicher, dass er es wieder versucht und schließlich Erfolg in Mathematik hat. 

Selbstakzeptanz kann in solchen Situationen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die Erkenntnis, dass Fehler ein Teil des Lernens und Wachsens sind, kann zu mehr Selbstvertrauen und Selbstachtung führen.

Selbstakzeptanz lernen: Wie akzeptiere ich mich selbst? 

Selbstliebe und Selbstakzeptanz zu lernen, kann ein schwieriger Weg sein. Aber es ist ein notwendiger Schritt, um ein erfüllteres und sinnvolleres Leben zu führen. Um eine gesündere Beziehung zu sich selbst zu entwickeln, gibt es einige Methoden, die du anwenden kannst. 

1. Akzeptiere deine Fehler und Schwächen

Beginne damit, deine Fehler und Schwächen zu tolerieren. Das ist ein wichtiger Schritt in deiner persönlichen Entwicklung. Jeder hat Fehler und Schwächen. Es ist wichtig, sie zu erkennen und zu akzeptieren, anstatt sich dafür zu schämen oder sich selbst zu kritisieren. Auf diese Weise kannst du lernen, mit ihnen umzugehen. Wenn du deine Fehler und Schwächen erkennst und annimmst, kannst du sie in Stärken umwandeln und als Lernerfahrung nutzen. 

2. Setze realistische Ziele

Ein weiteres Schlüsselelement für die Entwicklung von Selbstakzeptanz ist das Setzen realistischer Ziele. Wenn du dir erreichbare Ziele setzt, kannst du erfolgreich sein, und das wird sich positiv auf dein Selbstbild auswirken.

Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen, die realisierbar sind, anstatt sich unerreichbare Ziele zu setzen, die nur zu Frustration führen. Du hast bessere Chancen, deine Ziele zu erreichen, wenn du dir Ziele setzt, die praktisch und erreichbar sind. So vermeidest du die Frustration und Enttäuschung, die unrealistische Ziele mit sich bringen. Wenn du ein machbares Ziel vor Augen hast, kannst du dich auf den Prozess konzentrieren und stolz auf das sein, was du erreicht hast. Das stärkt dein Selbstwertgefühl.

3. Positive Selbstgespräche führen

Eine weitere Methode, Selbstakzeptanz zu üben, sind positive Selbstgespräche. Sprich freundlich und ermutigend mit dir selbst und achte darauf, dass du dir selbst Worte der Bestätigung und Wertschätzung gibst. Dadurch wirst du dich mit der Zeit besser fühlen. Das wird dir helfen, dein Selbstwertgefühl zu steigern, dein Selbstvertrauen zu stärken und das Gefühl der Selbstakzeptanz zu fördern.

Vermeide selbstzerstörerische Gedanken, Selbstzweifel und negative Selbstgespräche, die sich auf deine Schwächen und Unzulänglichkeiten konzentrieren. Konzentriere dich stattdessen auf das, was du tun kannst, um dich positiv zu entwickeln und zu wachsen.

4. Positive Affirmationen 

Positive Affirmationen können helfen, Selbstakzeptanz zu entwickeln, indem sie das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung verbessern und negative Gedankenmuster umkehren.

Positive Affirmationen sind bejahende Sätze oder Aussagen, die man sich immer wieder vorsagt, um das eigene Selbstbild und die eigene Einstellung zu verbessern.

Sie können helfen, negative Gedankenmuster, die dazu führen können, dass man sich selbst schlecht behandelt, zu überwinden und stattdessen positive und unterstützende Gedanken zu fördern. Anstatt zum Beispiel zu denken: „Ich bin nicht gut genug“, kann man üben zu sagen: „Ich verdiene Respekt“.

Positive Affirmationen sind sehr hilfreich, um Selbstzweifel und Unsicherheit zu überwinden und das Selbstvertrauen zu stärken. Wenn du sie regelmäßig anwendest, können sie dir helfen, selbstbewusster zu werden, Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten aufzubauen, dich selbst besser zu verstehen und zu schätzen, wer du bist.

Damit Affirmationen wirksam sind, sollten sie positiv, glaubwürdig und für dich relevant sein. Achte darauf, dass du die Affirmationen regelmäßig und in verschiedenen Situationen wiederholst, damit sie eine anhaltende positive Wirkung haben. 

Beginne deinen Tag mit positiven Affirmationen, die dir helfen können, deine Selbstakzeptanz zu stärken.

Hier sind 28 positive Affirmationen für Selbstliebe, die du verwenden kannst, um Selbstakzeptanz zu üben:

  1. Ich akzeptiere mich, so wie ich bin.
  2. Ich bin wertvoll und wichtig.
  3. Ich bin in der Lage, meine Ziele zu erreichen.
  4. Ich bin stark und mutig.
  5. Ich bin dankbar für all meine Stärken und Fähigkeiten.
  6. Ich verdiene Liebe und Glück.
  7. Ich bin gut genug, so wie ich bin.
  8. Ich vertraue auf meine Intuition und meine Entscheidungen.
  9. Ich bin dazu in der Lage, Veränderungen in meinem Leben vorzunehmen.
  10. Ich bin dankbar für meine Fehler und lerne daraus.
  11. Ich bin es wert, geliebt und akzeptiert zu werden.
  12. Ich bin stark und fähig, meine Ziele zu erreichen.
  13. Ich habe die Kraft, meine Träume zu verwirklichen.
  14. Ich bin all der guten Dinge würdig, die das Leben zu bieten hat.
  15. Ich entscheide mich, freundlich zu mir zu sein.
  16. Ich beschließe, geduldig und sanft mit mir selbst zu sein.
  17. Ich glaube an meine eigenen Fähigkeiten.
  18. Ich bin fähig, ein sinnvolles und erfülltes Leben zu führen.
  19. Ich bin fähig, große Dinge zu erreichen.
  20. Ich bin auf meine Art einzigartig und besonders.
  21. Ich bin stark und in der Lage, Hindernisse zu überwinden.
  22. Ich bin von positiver Energie und Unterstützung umgeben.
  23. Ich bin offen für Lernen und Wachstum.
  24. Ich bin stolz darauf, wer ich bin und was ich erreicht habe.
  25. Ich bin dankbar für die Segnungen in meinem Leben.
  26. Ich habe Vertrauen in meine Fähigkeiten, meine Träume zu verwirklichen.
  27. Ich bin stark, fähig und kraftvoll.
  28. Ich bin des Erfolgs und der Fülle würdig.

Denke daran, dass die Entwicklung von Selbstakzeptanz ein Prozess ist und es keine Patentlösung gibt. Nimm dir Zeit, um über deine Gedanken und Gefühle nachzudenken.

Erkenne deine Stärken und die Eigenschaften, die dich einzigartig machen. Erinnere dich an die Zeiten, in denen du gut warst und sei stolz auf deine Erfolge.

Übe Selbstmitgefühl, indem du positiv über dich sprichst und Selbstverurteilung vermeidest. Nimm dir schließlich Zeit, um über deine Erfahrungen nachzudenken und zu schätzen, wie weit du gekommen bist. 

Achte auch auf dich selbst und umgib dich mit positiven Menschen, die dich unterstützen und wertschätzen. Beschäftige dich mit Aktivitäten, die dir Spaß machen. 

Mit Geduld und Hingabe kannst du ein viel stärkeres Gefühl der Selbstakzeptanz entwickeln. Mit der Zeit können sich dein Selbstbild und dein Selbstwertgefühl deutlich verbessern. Die Stärkung der Selbstakzeptanz erfordert Zeit und Mühe, aber die Belohnung ist es wert!

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